Ein Stück Luftfahrtgeschichte endet

Bombardier stellt den Bau des Learjets ein

Lear 24 (Foto: NASA, gemeinfrei)

Gerade erst 2020 hatte Bombardier Aerospace eine Überarbeitung des mittelgroßen Geschäftsflugzeugs Learjet 70 vorgestellt und gleich eine Maschine ausgeliefert. Das neue Modell 75 Liberty erschien auf den ersten Blick wie ein neues Kapitel in der knapp 60-jährigen Geschichte der Marke Learjet: abgespeckt bei der Ausstattung und beim Preis. Mit knapp zehn Millionen Dollar war das neue Modell etwa vier Millionen Dollar günstiger als der Vorgänger. Seit Februar 2021 steht nun aber fest, dass es der letzte neue Learjet sein wird, den es auf den Flughäfen der Welt zu sehen gibt. Zum Jahresende ist Schluss und die Produktion wird vollständig eingestellt, obwohl Chartergeschäft, Business- und Privatflüge global seit Jahren auf Wachtumskurs sind.

Über 3000 Learjets unterwegs

1963 hob der erste Learjet der Welt ab. Er entstand nach den Ideen von William P. Lear und wurde nur ein Jahr später erstmals als Serienmodell Learjet 23 ausgeliefert. Zu den Käufern der über 3000 Learjets, die danach folgten, zählen neben Unternehmen oder Staaten, Airlines oder Flugservice-Dienstleistern vor allem erfolgreiche Geschäftsleute. Besonders in Nordamerika leisteten sie sich schon früh ein Privatflugzeug wie den Learjet. Bis heute sind die USA die Domäne des privaten oder geschäftlichen Luftverkehrs geblieben. Ein Großteil der weltweiten Business-, Charter- oder Privatflüge startet oder landet hier. Die Flüge haben oft geschäftliche Gründe, aber ebenso häufig sind Eigentümer oder Mieter der Jets privat unterwegs – zum Beispiel für ein Glücksspiel-Wochenende in Las Vegas. Dort kann man die Casinos kaum verfehlen – nicht nur wegen der imposanten Bauten, sondern auch weil sie alle auf dem Strip, einem Teil des Las Vegas Boulevard, liegen. Hierzulande hilft Casino-Finder.org mit der Wegbeschreibung zum nächsten Casino oder einer Spielhalle. Denn die Casinos in Deutschland finden sich nicht alle entlang der Hauptstraßen, sondern meist in Nebenstraßen oder Randlagen der Citys und Industriegebieten. Wer einmal ein neues Casino sucht oder seine Spielhalle wechseln will, kann einen digitalen Wegweiser wie den Casino-Finder dann gut gebrauchen. Er erleichtert jetzt die Suche. Es geht keine Zeit mehr verloren durch umständliche Wegbeschreibungen von Anwohnern oder Passanten und auch die eigene Internetsuche wird überflüssig. Der Casino-Finder vereinfacht sie als eine Art Spezial-Suchmaschine für Casinos und Spielhallen. Der Finder zeigt dann überall die genaue Lage der Casinos in Kartenansichten. Dabei nutzt der Finder Google Maps, sodass sich an Computer oder Smartphone auch gleich eine Routenplanung vom jeweiligen Standort aus erstellen lässt. Über die Suchfunktion auf der Startseite können Casinos in jedem Bundesland und den meisten größeren Städten leicht gefunden werden. Diese Suche funktioniert nach Bundesland oder über eine alphabetische Liste der Städte. Für Großstädte wie Berlin, Frankfurt oder Hamburg, Köln und München sind Casino-Verzeichnisse bereits vorangelegt. Daneben besteht die Möglichkeit, überall die Suchergebnisse nach bestimmten Anbietern oder Casino-Ketten zu filtern. Außerdem liefert der Dienst noch weitere Informationen zu allen Casinos: von vorhandenen Billard- oder Snookertischen über Details zum Automatenangebot bis hin zu den Öffnungszeiten aller Spielcasinos an einzelnen Tagen. In Las Vegas wäre dieser Service nicht nötig. Die Casinos haben rund um die Uhr geöffnet. Genauso fliegen Tag und Nacht die Spieler ein: beispielsweise mit einem Learjet, mit einer Cessna Citation oder einer Gulfstream.

Learjet 60 (Foto: L. Henseleit, gemeinfrei)

Learjets und andere Maschinen: Privatflugzeuge in Deutschland

An den Berliner Flughäfen waren immer wieder diese und andere Privatjets zu sehen. Beim nun eröffneten BER machen sie sich vermutlich noch länger rar, denn das Berliner General Aviation Terminal für die Abwicklung von Charter- oder Privatflügen bleibt in Schönefeld. Hier wurden in den letzten Jahren zunehmend mehr private Flugbewegungen verzeichnet. Insgesamt gibt es davon jährlich über 100.000 in Deutschland und Berlin zählt neben München und Stuttgart zu den am meisten frequentierten Start- oder Zielflughäfen. Im Durchschnitt fliegt mindestens eine Privatmaschine pro Tag zum Beispiel zwischen Berlin und München. Diese Strecke kostet mit Hin- und Rückflug in einer Cessna Citation XLS mit sieben Plätzen ab circa 7000 Euro aufwärts für einen knapp über 50-minütigen Flug mit zügigem Boarding oder Deboarding an den Privatterminals der Airports. Dieses Beispiel zeigt einige der Gründe, warum private Flugbewegungen in den letzten Jahren hierzulande zunehmend gewachsen sind. Wer die Maschinen mit einer Gruppe nutzt, zahlt anteilig nur noch wenig mehr als für ein Business-Ticket auf Linienflügen. Doch Kunden wie große Unternehmen achten nicht nur auf den Flug- oder Ticketpreis. Sie kalkulieren ebenso mit dem Wert der Zeitersparnis, die ihnen hier entsteht: beim Ein- sowie Auschecken oder auch durch die Möglichkeit, viel mehr kleinere Airports anfliegen zu können und damit Transfers einzusparen. Allein unter dem Aspekt dieser Effizienz dürften Charteranbieter auch in der Zukunft noch für viele Unternehmenskunden fliegen. Dafür benötigen sie unter Umständen neue Maschinen oder mindestens regelmäßigen Ersatz für ältere Flugzeuge. In der jüngeren Vergangenheit wurden dafür immer seltener Learjets geordert.

Der Markt für Privatflugzeuge in Deutschland und weltweit

In Deutschland sind vor allem die verschiedenen Cessna Citation-Modelle gefragt. Danach folgen eine Reihe Turboprops wie die Beechcraft King Air-Modelle, die viele kleine Gesellschaften wie jüngst Green Airlines Berlin ebenso im Linienverkehr einsetzen. Dann finden an die 20 Passagiere hier Platz. In den Konfigurationen als Privatjet sind es acht oder neun. In dieser Größenordnung liegt auch das Platzangebot aktueller Learjets. Die sind dann aber etwa das Vier- bis Fünffache teurer als ein Turbopropflugzeug wie die Beechcraft King Air. Daneben gibt es keine Learjets für mehr Passagiere oder größere Reichweiten. Diese Nachfrage bedienen andere Marken oder Hersteller – unter anderem Bombardier Aerospace selbst, die die frühere Learjet Corporation 1990 übernahm. Dabei ist die kleinste Maschine aus dem eigenen Portfolio – die Challenger 350 – technisch eine direkte Konkurrenz für die Learjets. Von denen wurde zuletzt nur noch ein Dutzend Maschinen pro Jahr ausgeliefert. Für die mehr als doppelt so teure Challenger 350 erhielt Bombardier fünfmal so viele Bestellungen in jedem der letzten Jahre. Für den Learjet gibt es offensichtlich keinen Platz mehr am Himmel. Die Mehrheit der Käufer von Charter- oder Privatjets achtet auf den Preis. Der wesentlich kleinere Kundenkreis, der unabhängig vom Preis mehr Luxus, mehr Passagierkapazität oder Reichweite sucht, ordert keinen Learjet mehr oder findet dort erst gar kein passendes Flugzeug. Am Ende kann das Aus der Learjets deswegen nicht mehr überraschen.

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