Was tun gegen die Angst vor dem Fliegen?

Während Fliegen und Flugzeuge für manche Menschen eine große Leidenschaft darstellen, bedeuten sie für andere Angst und Schrecken. Doch Flugangst kann oft therapiert werden.

Flugzeug im Sonnenuntergang (© Blende12/pixabay.com)

Während Fliegen und Flugzeuge für manche Menschen eine große Leidenschaft darstellen, bedeuten sie für andere Angst und Schrecken: Flugangst ist sehr verbreitet, auch wenn moderne Flugzeuge sich sehr sicher präsentieren und ein Absturz statistisch gesehen überaus selten ist. Es ist in den meisten Fällen aber möglich, Flugangst zu therapieren. Hierzu stehen ganz unterschiedliche Methoden zur Auswahl.

Flugangst entsteht oftmals ohne konkreten Auslöser


Wer unter Flugangst, in der Fachsprache Aviophobie genannt, leidet, betritt Flugzeuge nur in Ausnahmefällen und das mit mehr als nur einem mulmigen Gefühl im Bauch. Löst der bloße Gedanke an Flugzeuge und den Aufenthalt über den Wolken Symptome wie Schweißausbrüche, Herzrasen, Übelkeit und Panikattacken aus, stellt jeder mögliche Flug eine schier unüberwindbare Herausforderung dar. Oftmals entsteht eine Aviophobie ohne konkreten Auslöser, und nicht immer ist es die Angst vor einem Absturz, die für Panik sorgt. Menschen, die unter klaustrophobisch sind oder unter Höhenangst leiden, entwickeln unter Umständen auch eine Aviophobie. Vielen macht die Tatsache, dass sie die Kontrolle über ihr Leben einem fremden Piloten anvertrauen, große Angst. In manchen Fällen sind aber auch persönliche schlechte Erfahrungen beim Fliegen wie zum Beispiel starke Turbulenzen für die Entstehung einer Flugangst verantwortlich. 

Medikamente helfen nur bedingt gegen Flugangst

Da Fliegen für viele Menschen nicht zum täglichen Leben gehört, kann der Aufenthalt in einem Flugzeug oftmals vermieden werden. Lässt sich das Fliegen aber etwa aus beruflichen Gründen nicht umgehen, kann eine Aviophobie eine deutliche Beeinträchtigung des Lebens darstellen. Wer unter einer solchen Angststörung leidet, versucht oftmals, sie mit Medikamenten in den Griff zu bekommen. Beruhigungsmittel etwa sollen gegen die Symptome der Angst wirken. Dauerhaft ist dies aber nicht anzuraten, denn die Präparate bekämpfen nicht die Ursache der Phobie und können bei regelmäßiger Einnahme abhängig machen oder andere unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringen. Bei leichten Symptomen einer Aviophobie können Meditationen, Entspannungsübungen oder auch ätherische Öle von Ölverliebt hilfreich sein. Letztere wirken beruhigend, wenn sie inhaliert oder auf die Schläfen aufgetragen werden. Sowohl vorbeugend als auch akut ist so eine Linderung der Angstsymptome möglich. Beruhigende ätherische Öle sind beispielsweise Lavendel, Melisse und Kamille. 

Pilot im Cockpit (© imcockpit/pixabay.com)

In schweren Fällen von Flugangst hilft nur eine Therapie

Macht es die Aviophobie unmöglich, ein Flugzeug zu besteigen, ohne dass es zu schweren Angstsymptomen kommt, ist eine Therapie anzuraten. Wie genau sich diese gestaltet, hängt von der Schwere der Angststörung ab. Meist genügen bereits einige wenige Sitzungen einer kognitiven Verhaltenstherapie, um die Phobie erfolgreich zu bekämpfen und die unangenehmen Begleitsymptome zu lindern. Darüber hinaus kann auch eine Konfrontationstherapie zum Einsatz kommen: Bei dieser besuchen die Betroffenen einen Flughafen etwa in Berlin, sehen sich Flugzeuge von außen an und betreten diese später, um sich davon zu überzeugen, dass keine Gefahr droht. Konfrontationstherapien sollten unbedingt immer von einem Experten begleitet werden, denn unbeaufsichtigt und inkorrekt durchgeführt kann eine Konfrontation mit dem Angstauslöser den gegenteiligen Effekt haben. Welche Therapieform im Einzelfall zum gewünschten Erfolg führt, kann der Therapeut in einem ausführlichen persönlichen Gespräch ermitteln, indem er sowohl die Ursachen als auch die Ausprägung für die Aviophobie berücksichtigt.

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