Junkers F 13 - Neuzulassung nach 99 Jahren!

Hier kann über alle Themen der Luftfahrt diskutiert werden., die nicht nur Berlin-bezogen sind.

Moderatoren: Spotterlempio, Berlinspotter, Co-Moderator, Phil

Benutzeravatar
modern air
Beiträge: 7802
Registriert: Samstag 13. März 2004, 22:05
Wohnort: Berlin-Spandau
Kontaktdaten:

Junkers F 13 - Neuzulassung nach 99 Jahren!

Beitragvon modern air » Donnerstag 29. März 2018, 02:34

PM: 99 Jahre nach ihrem Jungfernflug hat der Nachbau der Junkers F 13 wieder eine Verkehrszulassung der Schweizer Luftfahrtbehörde erhalten.

Die Faszination an der Luftfahrt, der Technik und dem entstehenden Luftverkehr beflügelten vor etwa 100 Jahren Hugo Junkers bei der Konstruktion und dem Bau des ersten Ganzmetallverkehrsflugzeuges der Welt, der Junkers F 13. Das Flugzeug wurde ein Meilenstein in der Luftfahrtgeschichte.

Initiator und Investor Dieter Morszeck sowie sein Team sind stolz darauf, nach intensiver Flugerprobung die Verkehrszulassung für den Nachbau einer Junkers F 13 erhalten zu haben.

Die Junkers F 13 galt in ihrer Ganzmetallbauweise als Revolution. So galt es bei dem Nachbau längst vergessene Bauweisen und die Handhabung mit dem Wellblech wieder zu erlernen. Unter den Augen des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL) gelang es den Ingenieuren und Flugzeugbauern nach und nach ein Stück Geschichte wieder lebendig zu machen.

Zugeständnisse an moderne Technik gab es nur in wenigen Bereichen, beispielsweise beim Fahrwerk. Dort werden nun Bremsen und hydraulische Stoßdämpfer eingebaut. Das Originalfahrwerk besaß z.B. keine Bremse, die Maschine wurde nur durch einen Schleifsporn am Rumpfende abgebremst. Als Federung arbeiteten einst einfache gebündelte Gummibänder. Auf der Suche nach einem verfügbaren, zuverlässigen und alltagstauglichen Antrieb hat man sich für einen 9-Zylinder Sternmotor mit 450 PS der Firma Pratt & Whitney entschieden. Sternmotoren fanden früher in einigen Junkers F 13 Versionen Verwendung.

Eine weitere Herausforderung war der Erstflug. Es gab keinen Piloten aus vergangenen Tagen, der etwas über die Flugcharakteristika hätte sagen können. Dennoch verlief alles glatt und man war sogar überrascht über die gutmütigen Flugeigenschaften der Maschine.

Künftig ist es vorgesehen, im Rahmen von individuellen Anfragen weitere Einzelstücke in einer Art Manufaktur herzustellen. Die neue "Junkers Flugzeugwerke AG" hat ihren Sitz in Dübendorf in der Schweiz.

Q: JUNKERS FLUGZEUGWERKE AG

https://www.flugrevue.de/zivilluftfahrt ... sen/750818


Disable adblock

This site is supported by ads and donations.
If you see this text you are blocking our ads.
Please consider a Donation to support the site.


Zurück zu „Diskussionen rund um die Luftfahrt“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google [Bot] und 12 Gäste