Crop-Faktor

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spandauer
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Crop-Faktor

Beitragvon spandauer » Samstag 12. Januar 2013, 22:09

Liebe Leute,

ich habe eine Frage zum Crop-Faktor. Bei einer Amazon-Rezession zum EF 70-300mm 1:4,0-5,6 IS USM von Canon steht:
Durch den Crop-Faktor von 1.6 des APS-C Sensors (Bei allen 2, 3 und 4-stelligen EOS Modellen) Erhält man ein 112-480mm Objektiv, also ein Super Tele Zoom.

Nun habe ich eine 500D und demnach also bei allen Objektiven die 1,6-fache Brennweite von dem, was auf den Linsen steht, verstehe ich das richtig? Oder gilt das nur für einige Objektive? Bei den Kitobjektiven sollte man ja meinen, dass diese die angegebene Brennweite in Kombination mit dem gekauften Body auch einhalten, wobei eine höhere Brennweite natürlich nichts schlimmes ist.

Um kurze Aufklärung wäre ich froh :wink:

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beebopp
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Re: Crop-Faktor

Beitragvon beebopp » Samstag 12. Januar 2013, 22:45

Kameras werden in Bezug auf die Größe des Bildsensors in unterschiedliche Kategorien unterteilt:

Das gängiste Format ist das APS-C-Format (Sensorgröße 15,7×23,5 mm) und bei allen DSLRs der Größenordnung Canon xxxxD, xxxD, xxD, 7D und Equivalenten von Nikon, Sony etc. verbaut.
Der Cropfaktor ist herstellerabhängig, tendiert aber um die 1,6x (bei Nikon z.B. 1,5x). Das APS-H-Format (z.B. Canon 1D) besitzt einen Cropfaktor von 1,3x, dann gibt es noch das Mittelformat und weitere.

Die Cropwerte beziehen sich auf die Größendifferenz des verbauten Bildsensors zur Größe des Vollformatsensors (36x24mm) (z.B. Canon 5D II/III), d.h. dass ein Cropfaktor von 1,6x das Bild um 1,6-fach vergrößert, damit das "Endprodukt" theoretisch die Größe eines 36x24mm-Sensors ausfüllt. Bei einer Vollformatkamera sind 300mm in Wirklichkeit auch 300mm, bei deiner 500D sind es multipliziert mit 1,6 die 480mm ;).

Hier noch weitere Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Formatfaktor

Mit dem Objektiv an sich hat es nichts zu tun, die Kamera macht´s ;). Ich hoffe, es war nicht zu kompliziert.

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spandauer
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Re: Crop-Faktor

Beitragvon spandauer » Samstag 12. Januar 2013, 23:06

Danke Paul :D

Das heißt, an meiner 500D hat mein 18-135mm in Wirklichkeit 29-216mm und ein 75-300mm 120-480mm?

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Re: Crop-Faktor

Beitragvon beebopp » Samstag 12. Januar 2013, 23:08

So ist es...

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Re: Crop-Faktor

Beitragvon spandauer » Samstag 12. Januar 2013, 23:10

Beim spotten bringt das ja durchaus einige Vorteile mitsich. 300mm in TXL reichen meistens, aber nicht immer :lol:

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Re: Crop-Faktor

Beitragvon Berlinspotter » Sonntag 13. Januar 2013, 13:54

Also ich war lange Zeit mit 70-200 unterwegs (an Sony-Crop 1,5 - macht dann 105-300). Schon das hat meist gelangt. Die entstehenden Fotos sind ja so riesig, dass man sich die Mitte rausstanzen kann. Erst jetzt eigentlich für BER auf 70-300 gewechselt (Bildwinkel 105-450 an Sony Crop). Und das bei Blende 5,6 am Ende ... davon hatte man zu Analogzeiten nur geträumt. Gab es ja nur als Festbrennweite im Wert eines Kleinwagens ;-)

PS: was sich heute Vollformat nennt, ist eigentlich Kleinbild 24x36. Vollformat war früher wesentlich größer. Dazwischen kommt ja noch Mittelformat 4,5x6 cm oder 6x6 cm

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Re: Crop-Faktor

Beitragvon LEPA_junkie » Dienstag 29. Oktober 2013, 13:13

Ich weiss ist schon etwas älter der Topic, aber dennoch immer aktuell, da von sog. Fotofachverkäufern falsch beraten wird..

beebopp hat geschrieben:So ist es...


beebopp, du hast zwar schon den richtigen WikiLink angefügt, jedoch nicht den richtigen Unterpunkt..;)

„Brennweitenverlängerungsfaktor“
Der Begriff „Brennweitenverlängerungsfaktor“ wird synonym zu Formatfaktor verwendet, obwohl er irreführend ist. Die Brennweite eines Objektivs ist durch seine Bauart vorgegeben und kann sich nicht durch eine Verkleinerung des Aufnahmeformats ändern. Durch eine Veränderung des Aufnahmeformats ändert sich lediglich der Bildwinkel.

ergo, die Brennweite bleibt, lediglich der Blickwinkel ändert sich.
Wär ja auch sonderbar, wenn sich eine physikalische Grösse einer Linse nach dem richtet, was hinter ihr dran hängt.

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Re: Crop-Faktor

Beitragvon beebopp » Dienstag 29. Oktober 2013, 17:30

LEPA_junkie hat geschrieben:Wär ja auch sonderbar, wenn sich eine physikalische Grösse einer Linse nach dem richtet, was hinter ihr dran hängt.
Das ist auch vollkommen korrekt und wurde von niemandem anders dargestellt - siehe den letzten Satz in meinem ersten Beitrag :). Die von spandauer genannten Brennweitenwerte sind natürlich das Produkt von Cropfaktor und der tatsächlichen Brennweite des Objektivs (wie von Dir geschrieben).

Willkommen im Forum :).

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Re: Crop-Faktor

Beitragvon LEPA_junkie » Mittwoch 30. Oktober 2013, 07:01

Ich bezog mich auf diese Frage
spandauer hat geschrieben:[...]an meiner 500D hat mein 18-135mm in Wirklichkeit 29-216mm und ein 75-300mm 120-480mm?

und deine Antwort darauf.
Dem ist ja eben gerade nicht so, auch an der 500er hat die Linse nur die 18-135mm Brennweite.
Lediglich der Bildausschnitt entspräche grössenmässig etwa dem Blickfeld eines 29-216ers.

Anders gesagt, fotografiert man mit einer analogen Kamera, scannt nach Entwicklung das positiv, muss man einiges aussen rum wegschneiden (croppen) um das zu bekommen, das eine DSLR mit dem selben Objektiv aufnimmt.

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Re: Crop-Faktor

Beitragvon beebopp » Mittwoch 30. Oktober 2013, 09:42

LEPA_junkie hat geschrieben:Dem ist ja eben gerade nicht so, auch an der 500er hat die Linse nur die 18-135mm Brennweite.
Lediglich der Bildausschnitt entspräche grössenmässig etwa dem Blickfeld eines 29-216ers.
Das bestreitet auch niemand.

Wenn von 29-216mm "Brennweite" die Rede ist, dann ist die Rede von Deinem unteren Beispiel - bzw. anders gesagt: Auf einer Vollformatkamera bräuchtest Du 216mm Brennweite, um den gleichen Bildausschnitt zu erlangen wie auf der 500D bei 135mm (135mm x 1,6 Crop = 216mm). Ich bin mir sicher, dass spandauer das Prinzip verstanden hat ;).

Erneut: Hier wird in der Realität keine physikalische Größe verändert (wie Du bereits sagtest), wir reden lediglich von einem Wert, der aus einer solchen Veränderung hervorgehen würde (welche in der Kamera digital erfolgt).


PS:
Um Missverständnissen vorzubeugen: Falls es Dir nur um die korrekte Anwendung des Begriffes "Brennweite" geht, dann hast Du recht, aber wie bereits geschrieben: Ich schätze das Prinzip wurde verstanden.

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Re: Crop-Faktor

Beitragvon LEPA_junkie » Donnerstag 31. Oktober 2013, 07:16

Nun, denke auch, dass das das Prinzip schon verstanden wurde und danke das du die Brennweite in " " gesetzt hast.
Ich komm aus der Fotografischen Ecke und ärger mich immer ein wenig wenn die Elektronikapotheken den Kunden was vom Mond erzählen, speziell wenn solch Unsinn dann auch noch in Amazonrezensionen verbreitet wird, daher die Klarstellung.

Aber zu einem anderen Punkt,
Berlinspotter hat geschrieben:[...]Und das bei Blende 5,6 am Ende ... davon hatte man zu Analogzeiten nur geträumt. Gab es ja nur als Festbrennweite im Wert eines Kleinwagens ;-)


ich kenn mich bei Canon nicht aus in wieweit man da noch besagte alte Linsen (sog. Altglas) verwenden kann. Bei mir kann ich quasi alles nutzen was je für M42/K-Bajonett gebaut worden ist. Darunter auch ne ü30 Jahre alte 50er Brennweite oder 135/2.8er.
Sollte man Altglas nutzen können, wie zum beispiel die guten Minoltalinsen auf ner Sony, bietet sich mal der Gang zur Kamerabörse an (die ist jetzt im Dezember im Logenhaus nochmal), da bekommt man durchaus das eine oder andere Schätzchen ohne dass man seinen Kleinwagen verpfänden muss. Auch die Fotoforen (DSLR, DFN) bieten sich als Fundgrube an.

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Re: Crop-Faktor

Beitragvon Spotterlempio » Donnerstag 31. Oktober 2013, 07:27

Oliver hatte bei den analogen Festbrennweiten von damaligen Zeiten (sprich 80iger/90iger ) gesprochen und da waren die Objektive wirklich so teuer.
Heute kann man sie logischerweise zu normalen Preisen gebraucht kaufen.

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Re: Crop-Faktor

Beitragvon Berlinspotter » Freitag 1. November 2013, 14:04

Also die Fotobörse im Logenhaus kann ich nicht empfehlen....alte Männer mit ihren Uralt-Leicas ... da brauchste dich mit Japan-Linsen garnicht blicken lassen ... zudem Preise fernab jeder Realität.

Ich glaube auch, dass eine 30 Jahre alte Edel-Linse, die damals 6.000 DM kostete (300/2.8 ) heute durch moderne Linsen im Normal-Rahmen von einigen hundert Euro geschlagen oder zumindest ebenbürtig ist. Da hat sich in den letzten 10 Jahren doch so einiges getan, was Glas-Beschichtungen usw. angeht. Gerade auch die Vergütung kurz vor dem Sensor, Entspiegelung usw. Da musste man früher nicht so arg drauf achten, da der Film ja ohnehin nicht ganz plan anlag. Bei der Chemie war das auch nicht so wild - entweder es fällt Licht drauf oder nicht. Kleine Winkelabweichungen waren vernachlässigbar. Heutzutage ist der Sensor absolut plan und das Licht muss genau im 90-Grad-Winkel drauf fallen, sonst spricht das Pixel nicht an.

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Re: Crop-Faktor

Beitragvon spandauer » Samstag 2. November 2013, 00:03

beebopp hat geschrieben:Ich bin mir sicher, dass spandauer das Prinzip verstanden hat ;).

Hat er denke ich, auch dank Eurer Hilfe und interessanten Diskussion :D

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Re: Crop-Faktor

Beitragvon Jumbolino » Freitag 6. Dezember 2013, 03:23

Wenn wir schon von Preisen von Objektiven sprechen:

Preise in CAN$ exkl. Steuern (~10%)

Bild
Bild Ick flieje uff Tempelhof.... ✈

Bild

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