Der BER - Thread

Alles über die Flughäfen TXL, SXF, THF und BBI.

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modern air
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Re: Der BER - Thread

Beitragvon modern air » Mittwoch 15. Mai 2019, 07:31

Am kommenden späten Freitagnachmittag dem 17. Mai ist Pressekonferenz anlässlich der aktuellen Aufsichtsratssitzung der Berliner Flughäfen am Flughafen Tegel, es wird in der Einladung angedeutet, das es etwas länger dauern könnte....

Also dann mal aufmerksam die Medien am Freitag verfolgen - es gibt sicherlich etwas neues zum BER...

https://mobil.berliner-zeitung.de/berli ... oogle.com/

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seneca747
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Re: Der BER - Thread

Beitragvon seneca747 » Freitag 31. Mai 2019, 12:00

Pressemitteilung der FBB vom 31.05.2019

Leiser Fliegen soll sich lohnen/
Weitere Anlagenfreigaben am BER



Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH will die Airlines am BER für leisere Flugverfahren belohnen. Dazu soll die Entgeltordnung angepasst werden.
Bislang wurden die Entgelte ausschließlich anhand der Flugzeugtypen ermittelt, denen jeweils eine feste Lärmklasse zugeordnet wurde. Zukünftig spielt es für die Entgelte eine wichtige Rolle, welches Flugverfahren gewählt wird. Reihenuntersuchungen der Flughafengesellschaft haben nämlich gezeigt, dass es pro Flugzeugtyp möglich ist, leiser oder lauter zu fliegen. Um die Belastung für die Anwohner zu reduzieren, wird deswegen künftig ein leises Fliegen durch niedrigere Entgelte belohnt. Die Abrechnung jedes Starts und jeder Landung erfolgt auf der Basis des tatsächlich gemessenen Lärms.
Die Flughafengesellschaft wird dafür sechs zusätzliche Messstellen errichten und die Lärmentgelte feiner abstufen. Statt sieben wird es künftig elf Lärmklassen geben, die in Schritten von zwei Dezibel (dB) gestaffelt sind. Flüge an den Randzeiten vor 6.00 Uhr und nach 23.00 Uhr werden zusätzlich mit einem hohen Entgeltzuschlag belegt. Das bedeutet für die Airlines, dass ein Flug mit dem gleichen Flugzeugtyp je nach gewähltem Flugverfahren und Tageszeit um ein Vielfaches teurer werden kann. Flüge mit lauten Flugverfahren in den Randzeiten werden dadurch für die Airlines wirtschaftlich unattraktiver.
Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Leiser fliegen soll sich lohnen. Wir schaffen einen Anreiz für die Airlines, gleichzeitig auf die Menschen im Flughafenumfeld Rücksicht zu nehmen und Geld zu sparen. Wegen des hohen Kostendrucks der Branche werden die Airlines die lauten Flugverfahren und die teuren Randzeiten meiden. Wenn wir mit dem BER erfolgreich sein wollen, kommen wir ohne die Randzeiten trotzdem nicht aus. Insbesondere die für die gesamte Region wichtigen Langstreckenverbindungen nach Amerika und Asien müssen die Möglichkeit haben, die Randzeiten nutzen zu können.“

Weitere Meilensteine am BER: Entrauchungsanlagen und Lüftungstechnik vom TÜV final abgenommen

Die finalen Prüfungen der brandschutztechnischen Anlage im Fluggastterminal kommen weiter voran. Die Prüfung durch den Übergeordneten Sachverständigen (ÜSV) der maschinellen Rauchabzugsanlagen wurde in dieser Woche abgeschlossen. Bei der Prüfung wurden keine Mängel festgestellt. Damit wurde die ordnungsgemäße Beschaffenheit, Wirksamkeit und Betriebssicherheit dieser Anlagen bestätigt.
Bereits in der letzten Woche wurden die lüftungstechnischen Anlagen im Fluggastterminal und den beiden Pavillons Nord und Süd durch den Übergeordneten Sachverständigen (ÜSV) final geprüft. Die Betriebssicherheit und Wirksamkeit wurde vom ÜSV für alle im Objekt installierten Lüftungsanlagen bescheinigt und deren Betrieb als zulässig erklärt.
Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Mit den vom TÜV freigegebenen lüftungstechnischen Anlagen und der kompletten Entrauchungsanlage wurden weitere Meilensteine bei der Fertigstellung des BER Terminal 1 erreicht. Damit sind zur Wirkprinzipprüfung (WPP) nur noch drei Anlagengruppen offen, in denen bis zum Sommer grünes Licht für die WPP erwartet wird. Die Firma Caverion hat die umfangreichen Anlagen zur Entrauchung und Belüftung rechtzeitig fertiggestellt. Für die gute Zusammenarbeit mit der Firma bedanken wir uns. Ebenfalls danke ich der Projektleitung und den Kompetenzteams der Flughafengesellschaft, die mit unermüdlichen Einsatz diese sehr umfangreichen technischen Anlagen fertiggestellt haben.“

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jockey
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Re: Der BER - Thread

Beitragvon jockey » Freitag 31. Mai 2019, 17:31

Also das mit dem Lärm ist doch mal richtiger Quatsch. Als Airline würde ich dort rechtliche Schritte einleiten. Gibt es dafür überhaupt eine gesetzl. Grundlage?

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Proud of Freddie
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Re: Der BER - Thread

Beitragvon Proud of Freddie » Freitag 31. Mai 2019, 18:41

Das ist quasi eine Gebührenordnung. Ähnliche Erhebungen dieser Art gibt es auch schon lange in Frankfurt. Für uns Spotter mag das nicht so toll sein, wenn die Piloten den minimalen Schub beim takeoff wählen und die climb-Parameter entsprechend anpassen, ökologisch macht es aber durchaus Sinn, wenn gleich der Effekt begrenzt sein dürfte, da der hohe Sprit-Preis sowieso zum sparsamen Verbrauch zwingt.

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modern air
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Re: Der BER - Thread

Beitragvon modern air » Samstag 1. Juni 2019, 08:32

Das lärmgeminderte Abflugverfahren wird schon seit rund Jahrzehnten in Tegel vorgeschrieben. Flugzeuge sollen kurz nach Abheben in TXL in einen flachen Steigflug mit vermindertem Schub gehen bis diese beim Start auf 26 Spandau und Falkensee überflogen haben, danach dürften diese wieder die Triebwerksleistung erhöhen und den Steigflug fortsetzen. Als Fluggast einer Birgenair DC-8-61, die bekanntlich zu den lauten Flugzeugen gehörte, hat die Crew diese Anweisung besonders eindrucksvoll umgesetzt: Die Triebwerke röhrten beim Abheben herrlich laut bis zum erreichen der Havel, die Nase senkte sich etwas und die Triebwerke wurden schlagartig leise, nach 20 Sekunden röhrten selbige wieder laut auf und man merkte wie die DC-8 den Steigflug fortsetzte. Eindrucksvoll verstummten zeitgleich mit der plötzlichen scheinbar abgeschalteten Triebwerke alle Gespräche an Bord, erst als das Turbinengetäusch wieder deutlich zu höhren war, setzte die Konversation an Bord ein, einige davon war höhrbar ein Stoßseufzer entwichen...

Schon 1991 landete ich, stark verspätet mitten in der Nacht mit DAN AIR LONDON BAC 1-11 in London-Gatwick, die pocketrocket, wie der Jet wegen seinem Lärmteppich genannt wurde, benutzte die volle Landebahnlänge, weil der Captain auf die Schubumkehr verzichten mußte, den Crews die nach Mitternacht in Gatwick landeten war es damals untersagt, die Schubumkehr zu benutzen, sofern nicht Witterungseinflüsse diese zwingend erforderlich machten.

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Re: Der BER - Thread

Beitragvon Proud of Freddie » Samstag 1. Juni 2019, 08:50

Nur ein kurzer Zusatz: auch bei der Laker-BAC wurde grundsätzlich ohne Schubumkehr gelandet, außer aus von Matthias genannten Gründen. Zumindest bei Laker aber nicht wegen des Lärms(das kostete damals in Tegel nichts extra), sondern schlichtweg um Treibstoff zu sparen. Bei British Airways war das anders, die haben grundsätzlich die reverse benutzt.
Gruß Bernte

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Re: Der BER - Thread

Beitragvon Proud of Freddie » Samstag 1. Juni 2019, 11:49

Nachtrag: Daldrup nennt im Tagesspiegel die neue Gebührenerhebung als „Pionierarbeit“ und einzigartig in Deutschland. Kann sein. Natürlich muss die neue Gebührenordnung genehmigt werden, da es sich wohl in dem Verhältnis um ein öffentlich-rechtliches handelt, selbst wenn die FBB eine GmbH ist.

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Re: Der BER - Thread

Beitragvon Andi_BER » Samstag 1. Juni 2019, 17:10

modern air hat geschrieben:Das lärmgeminderte Abflugverfahren wird schon seit rund Jahrzehnten in Tegel vorgeschrieben. Flugzeuge sollen kurz nach Abheben in TXL in einen flachen Steigflug mit vermindertem Schub gehen bis diese beim Start auf 26 Spandau und Falkensee überflogen haben, danach dürften diese wieder die Triebwerksleistung erhöhen und den Steigflug fortsetzen. Als Fluggast einer Birgenair DC-8-61, die bekanntlich zu den lauten Flugzeugen gehörte, hat die Crew diese Anweisung besonders eindrucksvoll umgesetzt: Die Triebwerke röhrten beim Abheben herrlich laut bis zum erreichen der Havel, die Nase senkte sich etwas und die Triebwerke wurden schlagartig leise, nach 20 Sekunden röhrten selbige wieder laut auf und man merkte wie die DC-8 den Steigflug fortsetzte. Eindrucksvoll verstummten zeitgleich mit der plötzlichen scheinbar abgeschalteten Triebwerke alle Gespräche an Bord, erst als das Turbinengetäusch wieder deutlich zu höhren war, setzte die Konversation an Bord ein, einige davon war höhrbar ein Stoßseufzer entwichen...

Schon 1991 landete ich, stark verspätet mitten in der Nacht mit DAN AIR LONDON BAC 1-11 in London-Gatwick, die pocketrocket, wie der Jet wegen seinem Lärmteppich genannt wurde, benutzte die volle Landebahnlänge, weil der Captain auf die Schubumkehr verzichten mußte, den Crews die nach Mitternacht in Gatwick landeten war es damals untersagt, die Schubumkehr zu benutzen, sofern nicht Witterungseinflüsse diese zwingend erforderlich machten.


Um mal zur Aufklärung beizutragen:
Es gibt bei modernen Jetflugzeugen (dazu zählte auch schon die DC-8) Parameter, nach denen die Startleistung berechnet wird. Diese Leistung wird im Normalfall nach Landebahnlänge, Gewicht, Außentemperatur, ... berechnet. Es gibt bestimmte Bedingungen, bei denen aber eine Reduzierung des Startschubs von maximaler Startleistung abgesehen wird. Zum Beispiel, wenn die Startbahn naß ist, um im Falle eines Startabbruchs kein unnötiges Risiko einzugehen. Nach dem Abheben wird eine bestimmte Geschwindigkeit bis zu einer festen Höhe AGL (über Boden) gehalten. Das ist häufig bis ca. 1500 Fuß. Das ist dann die sogenannte Acceleration Height, ab der wieder beschleunigt wird. Hier wird die Nase wieder gedrückt, die Steigleistung reduziert sich und es wird ebenso die Startleistung der Triebwerke auf Steigleistung (Climb Thrust) reduziert. Auch dieser Wert kann variieren. Der Climb Thrust wird übrigens mit zunehmender Höhe automatisch wieder mehr, da die Schubberechnung hier versucht, die Sauerstoffabnahme wieder auszugleichen. Dadurch schont man auch das Triebwerk.
Wenn man jetzt die Gebührenordnung nimmt, so wird es für die Airlines sicherlich von Vorteil sein, die Acceleration Height auf 1000 Fuß oder niedriger anzusetzen, was durch den geringeren Schub den Lärm erstmal mindert, aber natürlich die Entfernung des Flugzeugs vom Boden auf viele Kilometer weiter hinaus zögert. Bin mal gespannt, wie das Airlines umsetzen.

Proud of Freddie
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Re: Der BER - Thread

Beitragvon Proud of Freddie » Samstag 1. Juni 2019, 21:53

Danke für die Zusatzinformationen!

railwaysengineer
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Re: Der BER - Thread

Beitragvon railwaysengineer » Freitag 7. Juni 2019, 20:50

Wenn das nahe den tatsächlichen Verhältnissen liegt, was hier

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/ ... r-32667412

und hier

https://www.morgenpost.de/flughafen-BER ... enkel.html

mit verschiedenen Schwerpunkten berichtet wird, dann scheint der hier von einigen langjährigen Beitragsschreibern vielfach geäusserte Verdacht, dass wohl nicht wenige miteinander parteilich verlinkte Mitglieder der politischen Klasse aus der Bundes- als auch der Berliner Lokalpolitik in trauter Kumpanei ganz erheblich daran gedreht haben, zu versuchen, die Hauptstadt gegen z.B. München auszuspielen, nicht aus der Luft gegriffen worden zu sein.
Da wurde und wird noch immer gedreht an Schrauben bautechnischer, zulassungstechnischer und projektablauftechnischer Art, dass sich die Balken biegen. Da wird auch schon mal von einem ansonsten recht agilen, schwatzhaften und nicht auf den Mund gefallenen Berliner Politiker plötzlich der Alzheimer gegeben . . .
Was hier den Bürger und Steuerzahler jetzt besonders interessiert: Wer kommt für den Schaden dafür auf ? Den definitiv die letztlich zur Kasse geladenen nicht verursacht haben, sondern genau die hier beleuchteten Gestalten ? Aus den im Rampenlicht stehenden Politfirmen ? Der Bürger/Steuerzahler hat die Macht, hier aufzuräumen und alle diese windigen Vereine per Votum bei den nächsten Wahlen (wie schon bei der letzten) vom staatlichen Geldhahn abzuschneiden. Damit wenigstens dort gestraft wird, wo es diesen Damen/Herren am meisten wehtut: Am Geldsäckel und der Macht. Man wird hier sicher nicht einzelne Figuren der Politszene abgreifen können aus dem, was die sich eh in die Taschen "hineinkorruptet" haben (so der Volksmund . . .). Dann eben politisch mit der Höchststrafe, dem völligen und sofortigen Machtverlust, belegen und den nachdrängenden Kandidaten dabei auch gleich mal zeigen, wo der Hammer hängt . . . und wie hoch.
Das was hier (immer noch) abläuft, hat die Hauptstadt dieses Landes nicht verdient. Die Folgen, besonders für die Wirtschaft, werden sich noch bitter bemerkbar machen. Das Renommé der Stadt ist ruiniert, die Gefahr für den nationalen und internationalen Tourismus liegt auf der Hand.

Nexus 6
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Re: Der BER - Thread

Beitragvon Nexus 6 » Freitag 7. Juni 2019, 21:38

Eigentlich lebt Berlin von diesem Ruf. Außerhalb Berlins besteht die Leserschaft wahrscheinlich aus Exil-Berlinern. Heutzutage muss man es mindestens in die FAZ schaffen. Als Alternative bietet sich Youtube an...

tim0605
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Re: Der BER - Thread

Beitragvon tim0605 » Freitag 7. Juni 2019, 21:57

Ich weiß gar nicht, warum sich railwaysengineer hier ständig echauffiert:
a) Es ist seit Gründung der Bundesrepublik so, dass sich bisher kein CSU-Politiker besonders für Berlin eingesetzt hat. Das wurde hier im Forum schon vor zehn Jahren diskutiert
b) Er bleibt die Antwort schuldig, welche Partei man denn jetzt wählen sollte, um "alle Schuldigen" abzustrafen. Ich ahne hier etwas...
c) Es handelt sich um die letzten technischen Probleme, die abgearbeitet werden müssen. Warum "Weltfirmen" dafür so lange brauchen, ist die entscheidende Frage.
d) Berlin und der Tourismus boomen auch ohne den BER. Der Abstieg des HSV und des VFB hat vermutlich stärkere regionale Auswirkungen als die BER-Verschiebung für Berlin.
e) Fragt man die Berliner nach den drängendsten Problemen der Stadt, landet der BER wahrscheinlich noch nicht mal mehr unter die TOP 5. Das Thema Mieten bewegt die Menschen hundertmal mehr. Luftverkehr und tolle Flughäfen als Prestigethemen gehören vor dem Hintergrund der Klimadebatte sowieso der Vergangenheit an. Zumindest hier in Deutschland. Da müssen wir als Luftfahrtbegeisterte auch realistisch sein.

Also bei aller Kritik einfach mal tief durchatmen! Die Welt dreht sich immer weiter und der BER wird auch eröffnen, früher oder später. Und schon einen Tag danach wird es als selbstverständlich angesehen werden und die Medien werden wieder ein neues Thema finden; vielleicht wieder die Flugrouten oder die Farbe der Fliesen auf den WCs. So sind die Menschen, so ist die Welt...

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Re: Der BER - Thread

Beitragvon railwaysengineer » Samstag 8. Juni 2019, 23:24

tim0605 hat geschrieben:Ich weiß gar nicht, warum sich railwaysengineer hier ständig echauffiert:

Weil auch er als Bürger und Steuerzahler tangiert wird vom massiven Versagen der Verantwortlichen, wie auch die restlichen am Luftverkehr interessierten . . .
tim0605 hat geschrieben:a) Es ist seit Gründung der Bundesrepublik so, dass sich bisher kein CSU-Politiker besonders für Berlin eingesetzt hat. Das wurde hier im Forum schon vor zehn Jahren diskutiert

Dann hilft es doch, dass dieses Thema (und übrigens nicht nur diese eine genannte Politfirma . . .) nicht in Vergessenheit gerät . . . Oder ?
tim0605 hat geschrieben:b) Er bleibt die Antwort schuldig, welche Partei man denn jetzt wählen sollte, um "alle Schuldigen" abzustrafen. Ich ahne hier etwas...

Diese "Ahnung" kann definitiv nur falsch sein !!! . . . Denn der Beitrag dokumentiert die massive Unkenntnis um alternative konstitutionelle/gesetzliche Möglichkeiten von Wahlausübung; mit vor allem gewaltiger und nachhaltiger Wirkung auf die staatliche Alimentierung dieser Vereinigungen von politischen Versagern . . .
In Foren dieser und ähnlicher Arten wird von den Platzhirschen immer wieder versucht, unbequeme Beiträge und ihre Autoren in bestimmte Ecken zu diskriminieren . . .
tim0605 hat geschrieben:c) Es handelt sich um die letzten technischen Probleme, die abgearbeitet werden müssen. Warum "Weltfirmen" dafür so lange brauchen, ist die entscheidende Frage.

Erstens sind diese "technischen Probleme für Weltfirmen" ja mal irgendwie entstanden. Das ist genügend dokumentiert (Stichwort: ständige Nachforderungen durch u.a. auch die machtgierige politische Klasse zur eigenen Profilierung etc.) und sollte den Interessierten genügend bekannt sein. Wenn diese "letzten technischen Probleme" endlich beseitigt werden können . . . Wäre nur wünschenswert für die Region.
Dann darf man aber vor lauter Freude über nahegelegene Möglichkeiten der Ablichtung von Luftfahrzeugen aller Art nicht vergessen, was den Steuerzahler interessieren müsste: Die entstandenen massiven Mehrkosten und wen man dafür in Haftung nehmen muss, anstatt ihn bauchzustreicheln für nette Bustouren auf dem tarmac oder hübsche Ausweise für irgendwelche Fotostandorte . . .
tim0605 hat geschrieben:d) Berlin und der Tourismus boomen auch ohne den BER. Der Abstieg des HSV und des VFB hat vermutlich stärkere regionale Auswirkungen als die BER-Verschiebung für Berlin.

Das sehen z.B. Kabarettisten und stand up comedians ganz anders . . . auf Kosten der Hauptstadt. Was interessieren hier diese nicht mal regionalen Kickertruppen ?
tim0605 hat geschrieben:Das Thema Mieten bewegt die Menschen hundertmal mehr. Luftverkehr und tolle Flughäfen als Prestigethemen gehören vor dem Hintergrund der Klimadebatte sowieso der Vergangenheit an. Zumindest hier in Deutschland. Da müssen wir als Luftfahrtbegeisterte auch realistisch sein.

Da sind wir mal d´accordó . . .
tim0605 hat geschrieben:Die Welt dreht sich immer weiter und der BER wird auch eröffnen, früher oder später. Und schon einen Tag danach wird es als selbstverständlich angesehen werden und die Medien werden wieder ein neues Thema finden . . .

Spätestens dann sollten alle diejenigen, die diese Milliarden durch Unfähigkeit und Stümperei verursacht haben, sich dort wiederfinden, wohin sie wie jeder in Wirtschafts-(straf-)sachen Schuldige hingehört . . .

railwaysengineer
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Re: Der BER - Thread

Beitragvon railwaysengineer » Dienstag 25. Juni 2019, 09:16

Für diejenigen, die sich mal anhand einer (durchaus kritischen) Berichterstattung über die Ereignisse um den BER informieren wollen, sei (per youtube) an einen kleinen lokalen Sender "BBBtv" erinnert, der in zahlreichen, dort zu findenen Beiträgen das Desaster um diesen Flughafen mit Filmbeiträgen begleitet hat.
Es erscheinen dann in youtube auf der rechten linkleiste dann natürlich auch Beiträge anderer Autoren mit verschiedenen Schwerpunkten. Da kann man sich dann umfassend informieren und sich eine eigene Meinung bilden und mit Fakten unterlegen.
Initialbeispiel : https://www.youtube.com/watch?v=VO7M_i-FVIE

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