Für die seltener haltenden Nozomi-Züge müsste man nochmal etwas extra zahlen, haben wir aber nicht gemacht, ein Hikari oder Sakura hält etwas öfter, aber zu vernachlässigen, nur der "Kodama" hält auf den Shinkansen-Strecken überall und ist entsprechend langsamer. Das Schnellverkehrsnetz operiert separat und in 1435 cm-Spur, das "normale" Netz in 1067 cm-Spur.

Zunächst ging es nach Kyoto, die alte Hauptstadt und als einzige Großstadt in Japan im 2. Weltkrieg nicht zerstört. Vom Hikari aus konnten wir endlich den Mt. Fuji sehen:

Schon der Bahnhof von Kyoto ist architektonisch beeindruckend!

In Kyoto eine große Anzahl an Tempeln und Schreinen:



Frau "in action":

Nach 2 Tagen ging es über Osaka und Hiroshima nach Kure, wo wir eine Familie besuchten, deren Ehefrau aus dem Heimatort meiner Ehefrau in den Philippinen stammt.
Auf dem Weg im Regionalzug von Hiroshima nach Kure fiel mir folgendes Plakat auf:

Hier wurden wir herzlich, auch von den Kindern, empfangen.

Unser Hotel direkt am Bahnhof mit schönen Blick auf Hafen und Berge.
Am Abend hat uns die Familie dann in ihr Haus am Berghang zum Essen eingeladen, dem japanischen Gastgeber hatte ich aus Deutschland einen Maßkrug mitgebracht, zusammen mit verschiedenen Biersorten...ich wusste, er liebt Bier
Toller, abendlicher Blick vom Haus:

Am nächsten Tag wurden wir dann mit dem Auto abgeholt und fuhren nach Miyajima und schließlich Hiroshima.
Miyajima(eine Insel in der erweiterten Bucht von Hiroshima):
Die Fähre von JR Railways(war im JR Pass inklusive):



In Miyajima laufen Rehe frei herum, hier eine Szene vor einem Restaurant- werden sie platziert?

...dann ging es nach Hiroshima- es sollte eine Lehre sein!



...dann wieder zurück nach Kure- leider war am nächsten Morgen die Warteschlange am Yamato-Museum zu lang, das hätte ich noch gerne besucht, Kure war ja eine Haupt-Marinebasis der Kaiserlichen Flotte und ist immer noch großer Werftstandort.


Dann ging es über Hiroshima und Okayama nach Himeji, einer alten Shogun-Stadt mit wunderschöner Burg.



Blick auf die Stadt von der Spitze der Burg:

Blick von unserer Hotel-Terrasse am Abend:
Das Hotel war preiswert, aber ein, wie wir es nannten, "Bonsai"-Hotel: Bewegungsfläche ca. 5 qm

Unter dem Vorplatz des Bahnhofs Himeji gibt es eine wunderschöne Passage mit dutzenden kleinen Restaurants und Kneipen.
Am 2. Abend machten wir noch kurzfristig eine 35-minütige Fahrt nach Kobe, natürlich auch, um echtes "Kobe-Beef" zu essen...

Dann ging es am 2.5. zurück über Shinagawa direkt nach Narita, von wo wir am 3. über AUH nach BRU zurückflogen...
aus A6-XWG: Die Terrasse, auf der ich ein paar Stunden stand, ist unter der "Narita..."-Schrift zu sehen

aus A6-BMF:

Narita dann separat...
Wie bereits woanders erwähnt, Japan ist absolut eine Reise wert! Mit den neuen Übersetzungs-Apps ist die Kommunikation auch kein Problem mehr.
Das Preisniveau ist nicht höher als in Deutschland, auch Dank des starken Euros. Die Auswahl an Restaurant ist riesig- oft hatten wir Probleme die Wahl zu treffen und die Qualität war immer gut. Natürlich kostet ein Kobe-Beef Steak(mit Zertfikat) auch in Kobe ca- 60€, aber hier müsste man mindestens das Doppelte zahlen. Wagyu? Nothing special und überall erschwinglich zu verspeisen.
Kleine Anekdote: In Himeji habe ich im Postamt eine Briefmarke gekauft und habe mich auf japanisch und mit leichter Verbeugung bedankt...-
darauf der Postbeamte: "Dankeschön, Auf Wiedersehen", in Deutsch! Deutschland ist immer noch sehr beliebt in Japan, das konnte ich oft bemerken.
Meine Frau sagte(zu Recht), dass wir das nächste Mal, außer Mitbringseln, auf dem Hinweg ohne Gepäck fliegen, da Kleidung in Japan erheblich preiswerter als in Deutschland ist.
Wir haben definitiv vor, wiederzukommen, dann aber erheblich länger!
Bei Rückfragen, gerne per PM, Bernte