Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) Im Portrait 

Die Planungen für den BER begannen 1992. Mehrmals musste die Eröffnung verschoben werden, wodurch der Airport zum Inbegriff der Dauerbaustelle wurde.

Flughafen BER aus der Vogelperspektive im September 2019 (Foto: G. Wicker/FBB)

Im Jahr 1891 fand der erste Flug des deutschen Flugpioniers und Maschinenbauingenieurs Otto Lilienthal statt. Neun Jahre später hat Ferdinand Graf von Zeppelin ein Luftschiff „Zeppelin“ bauen lassen. Heute ist deutsche Passagierluftfahrt ein wichtiger Teil des globalen Luftverkehrs. Mehrere hundert Flugzeuge starten dabei in der deutschen Hauptstadt Tag für Tag, und seit 2020 passiert dies nur an einem Flughafen, Berlin Brandenburg (BER). Wie ist BER zu einem einzigen (aktiven) Berliner Flughafen geworden, der in Betrieb ist? Mehr dazu in unserem Beitrag. 

Geschichte Von „Willy Brandt“ 

Vielen Deutschen ist der Hauptstadtflughafen BER unter dem Beinamen „Willy Brandt“ bekannt. Das Datum der Eröffnung wurde mehrmals verschoben, warum Berlin Brandenburg zum Inbegriff der ewigen Baustelle wurde. Dabei wollte man schon in den 60er Jahren einen Hauptstadtflughafen errichten lassen, der alle anderen Flughäfen ablösen wird. Die Planungen begannen aber erst 1992. Zuerst sollte der Flughafen in Schönefeld gebaut werden, aber dann hat man beschlossen, dass die Fläche zu gering war. 

Zwei Jahre später kamen die Landesregierungen von Berlin und Brandenburg doch gemeinsam dazu, den Flughafen in Schönefeld zu bauen. Der Bau des Flughafens begann endlich im Jahr 2006, der Startschuss für das neue Bauprojekt fiel somit in Schönefeld. 

Offiziell war es am 5. September 2006, als Berlins Regierender Bürgermeister Wowereit  den ersten Spaten in den Boden gerammt hat. Die Eröffnung wurde auf 30. Oktober 2011 geplant, allerdings war es anders. 

Ein Flugzeug der Brussels Airlines am Flughafen Berlin Brandenburg (Foto: FBB)

Der Bau dauerte 11 Jahre und die Kosten für den Bau belaufen sich auf schätzungsweise sechs bis sieben Milliarden Euro. Ein Bauprojekt wurde zu einem Katastrophenprojekt und einer ewigen Baustelle. Viele Jahre rissen Witze über die ewige Baustelle einfach nicht ab. Immer wieder hat man neue Details zum Bauprojekt veröffentlicht, die für Probleme und schwindelerregende Baukosten gesorgt haben.  Im Oktober 2020 öffnete BER endlich seine Pforten für die Fluggäste, und einen Monat später, am 8. November 2020 wurde der BER endlich eröffnet. 

Warum heißt aber eigentlich BER Willy Brandt Flughafen? Der Idee, dem Flughafen den Beinamen des deutschen Staatsmannes Willy Brandt (1913–1992) zu geben, gab es schon längst vor der Eröffnung des neuen Flughafens. Willy Brandt war der angesehene Politiker, der sich aktiv für die Demokratie, die Wiedervereinigung in Deutschland und die Völkerverständigung von Deutschen und Europäern eingesetzt hat. Das politische Klima war nach dem Zweiten Weltkrieg alles andere als leicht. 

Der Name von Willy Brandt soll symbolisieren, dass der Flughafen Deutschland mit der Welt verbindet. Im Terminal 1 kann man sogar die Willy Brandt-Gedenkwand sehen. Sie wurde noch vor der offiziellen Inbetriebnahme von BER feierlich enthüllt. Laut dem Bundestagspräsident a.D. Wolfgang Thierse ist Deutschland jetzt Teil des vereinten Europas, und das war der politische Ziel, dass der Willy Brandt so sich erhofft hat. 

BER Heute 

Was wurde aus den anderen Flughäfen? Der Flughafen Berlin-Schönefeld (SFX), der noch im Jahr 1946 eröffnet wurde, ist nicht mehr in Betrieb, das Abfertigungsgebäude hat man bereits im Jahr 2021 geschlossen. Ein Stück des alten SFX wurde dabei zum Teil von BER, Terminal 5. Terminal 5 ist ein Terminal für ausschließlich Regierungsflüge. Andere Flughäfen sind einfach nicht mehr in Betrieb. 

Passagiere im Flughafen BER (Foto: FBB)
Passagiere im Flughafen BER (Foto: FBB)

Der neue Hauptstadtflughafen auf einer Fläche von insgesamt 1.470 Hektar ist aktuell für 40 Millionen Passagiere ausgelegt. Allein das Terminal 1 ist für 25 Passagiere ausgelegt. Muss man hier mehrere Stunden verbringen, wird man sich kaum langweilen. Rund um die Uhr steht allen Fluggästen des Flughafens das kostenfreie WLAN zur Verfügung, so dass man in der Zwischenzeit gerne seine Lieblingsbücher lesen oder casino spiele kostenlos auf seinem Handy spielen kann. Im Terminal 1 findet man eine Menge Cafés, Restaurants, und Läden wo man alles von den Blumen und Büchern bis zu den Medikamenten kaufen kann. Zwei wichtige Bestandteile des Flughafens sind zwei Business Lounges, die in Anlehnung an die zwei ehemaligen Flughäfen Tegel und Tempelhof benannt wurden.

BS/eternal

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