BER: Masterplan 2040 verabschiedet

Der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft hat den Wirtschaftsplan für das Jahr 2018 beschlossen und der Masterplanung BER 2040 zur infrastrukturellen Entwicklung des Single Airport BER grundsätzlich zugestimmt.

BER Masterplan 2040 (© FBB)

BER Masterplan 2040 (© FBB)

Der verabschiedete Wirtschaftsplan geht von einem etwa konstanten Ergebnis für das Jahr 2018 von über 100 Mio. € EBITDA aus. Es wird damit gerechnet, dass die Passagierzahlen trotz der Insolvenz von airberlin leicht auf über 34 Millionen ansteigen und damit eine Erlössteigerung beim Luftverkehr und im Non-Aviation-Bereich erreicht werden kann. Allerdings werden auch Aufwandssteigerungen im Vergleich zum Vorjahr zum Beispiel durch Aufwendungen für Instandhaltungen und Sanierung in TXL von insgesamt über 10 Mio. € (u.a. ein Betriebssicherungsprogramm TXL 3.0 mit 5 Mio. €), Aufwände für Personal und Instandsetzungen an den Bestandsflughäfen erwartet.

Der Masterplan BER 2040 als strategisches Leitbild bildete einen weiteren Schwerpunkt der Sitzung. Nach intensiver Diskussion hat der Aufsichtsrat dem Masterplan BER 2040 als strategisches Leitbild grundsätzlich zugestimmt. Konkret steht der Bau des neuen Terminals T1-E an, für den noch in diesem Jahr die Baugenehmigung beantragt wird. Weitere anstehende Projekte sind u.a. die Verlängerung des Pier Nord, der Ausbau der Flugbetriebsflächen sowie Betriebsoptimierungen am Flughafen Schönefeld. Im Wirtschaftsplan 2018 wurden Mittel für Studien zu den baulichen und technischen Fragen u.a. des Terminal 2 freigegeben. Auch die Logistik- und Verkehrskonzepte werden planerisch weiterbearbeitet.

Der Aufsichtsrat hat sich ausführlich über den aktuellen Stand der Baufertigstellung am BER unterrichten lassen. Schlüsselthemen wie die Inbetriebsetzung der Türen und Sprinkler sind weiter vorangekommen. Mittlerweile sind mehr als 80 Prozent der Türen fertig gestellt und betriebsbereit. Zudem sind jetzt 77 Prozent der hydraulischen Berechnungen für die Sprinkler fertiggestellt. Bei den prüfpflichtigen Anlagen wurden 61 Prozent der Sachverständigen-Prüfungen abgeschlossen.

Die technischen und kaufmännischen Klärungen mit Baufirmen kommen gut voran. Terminrisiken werden weiterhin intensiv im Zuge des technischen Risikomanagements identifiziert, bewertet und nachgehalten.

Mit dem Inbetriebnahmetermin für den BER wird sich der Aufsichtsrat in der außerordentlichen Sitzung am 15. Dezember beschäftigen.

„Der Aufsichtsrat nimmt die erweiterte Berichterstattung zum Masterplan BER 2040 zur Kenntnis und stimmt dem strategischen Leitbild zur infrastrukturellen Weiterentwicklung des BER im Midfield grundsätzlich zu. Er bittet die Geschäftsführung, den Masterplan BER 2040 im Prozess der Umsetzung fortlaufend zu überprüfen und fortzuschreiben.“

Staatssekretär Rainer Bretschneider, Vorsitzender des Aufsichtsrats: „Das vorrangige Ziel unserer Arbeit bleibt nach wie vor die schnellstmögliche und havariefreie Inbetriebnahme des BER. Darüber hinaus müssen aber auch wichtige Weichenstellungen angegangen werden, die in der Masterplanung zusammengefasst sind, die wir heute ebenfalls beraten haben.

Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Der Masterplan 2040 ist im Aufsichtsrat auf breite Zustimmung gestoßen. Die hohe Qualität des Masterplans ist auch von Experten des Flughafens Zürich bestätigt worden, die die Entwicklung ihres Flughafens bereits seit Jahren an einer strategischen Masterplanung ausrichten. Unser Masterplan wird auch den Airlines, der regionalen Wirtschaft und allen anderen Partnern und Dienstleistern eine klare Orientierung über die Entwicklung des Flughafenstandortes geben, die bisher gefehlt hat. Damit ist der Masterplan das Leitbild für die Zukunft des BER.“

FBB

 

 

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