BER: Grünes Licht für Regierungsterminal

Bund und FBB einigen sich auf verbindliche Eckpunkte zum Bau des Regierungsflughafens

Geplantes Regierungsterminal (Grafik: Busmann Haberer Architekten)

Geplantes Regierungsterminal (Grafik: Busmann Haberer Architekten)

Der Bund hat sich mit der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg (FBB) über die weiteren konkreten Schritte zum Bau des Regierungsflughafens am Berliner Flughafen BER geeinigt. In der jüngst unterzeichneten Rahmenvereinbarung wird unter anderem festgelegt, dass die FBB die notwendige Baufeldfreimachung inklusive der komplexen Leitungsverlegungsmaßnahmen für den zukünftigen Regierungsflughafen auf Kosten des Bundes übernimmt. Diese Arbeiten, die von Mitte 2020 bis Ende 2021 durchgeführt werden sollen, sind wesentliche Voraussetzung für die Übergabe des Grundstücks für den Regierungsflughafen an den Bund Ende 2021. Unterzeichnet wurde die Rahmenvereinbarung von BMUB-Staatssekretär Gunther Adler, dem Vorstandssprecher der BImA Dr. Jürgen Gehb und von FBB-Geschäftsführer Engelbert Prof. Dr. Lütke Daldrup.

Mit dem neuen Regierungsterminal erhält die Bundesrepublik Deutschland einen repräsentativen Empfangsbereich für Staatsbesuche und ein modernes und funktionales Abfertigungsgebäude für Flüge der Bundesregierung. Das Projekt umfasst ein Empfangs- und ein Verwaltungsgebäude sowie mehrere Hangars und die zugehörigen Flugbetriebsflächen und Außenanlagen. Der zukünftige Standort des planfestgestellten Regierungsflughafens liegt im nördlichen Teil des heutigen Schönefelder Flughafens (SXF).

Weiterhin Passagierabfertigung in SXF

Neben der Freimachung des Baufelds wird in der Rahmenvereinbarung außerdem festgelegt, dass die FBB bis Ende 2025 die Möglichkeit erhält, einen 25 Meter breiten Streifen der Baufläche zu nutzen, um den Betrieb an den Schönefeld-Terminals C, D1 und D2 mit Busboarding weiterführen zu können. Damit können bis 2025 in Schönefeld (SXF) weiterhin bis zu 10 Millionen Passagiere jährlich abgefertigt werden. Zusammen mit den ersten Ausbaumaßnahmen am BER (Terminal 1E und Erweiterung der Gepäckförderanlage) steht somit ab 2021 eine Kapazität von insgesamt 43 Millionen Passagieren zur Verfügung.

Baustaatssekretär Gunther Adler begrüßt die getroffene Vereinbarung: „Nach einer längeren Phase der Unsicherheit und Unklarheit haben wir jetzt mit der Rahmenvereinbarung endlich eine gute Planungsgrundlage und eine wesentliche Voraussetzung für die termingerechte Fertigstellung des neuen Regierungsflughafens geschaffen. Dadurch, dass die Flughafengesellschaft die Planung und Koordinierung der Leitungsumverlegung und damit die Baufeldfreimachung übernimmt, können wir uns voll und ganz auf die eigentliche Bautätigkeit konzentrieren.“

Prof. Dr. Engelbert Lütke Daldrup, der Vorsitzende der Geschäftsführung der FBB, sieht in der Vereinbarung eine weitere wichtige Grundlage, um die Fluggastkapazitäten am BER gemäß dem vor wenigen Wochen vorgestellten Masterplan ausbauen zu können. „Die Rahmenvereinbarung mit dem Bund ist eine Lösung, die beiden Seiten zugutekommt. Mit der Vereinbarung, bis Ende 2025 einen 25 Meter-Korridor für den verkehrlichen luftseitigen Anschluss zum Weiterbetrieb von drei Terminals sichern wir wichtige Kapazitäten am Flughafen Schönefeld ab, die den schrittweisen BER Ausbau unterstützen.“

Der Vorstandssprecher der BImA, Dr. Jürgen Gehb, sieht damit „das Bemühen des Bundes bestätigt, ein harmonisches Nebeneinander von Regierungsflughafen und BER zu ermöglichen.“

Interimsterminal

Seit Anfang 2017 wird am Flughafen Schönefeld bereits das Interimsterminal für den Regierungsflughafen errichtet. Das Richtfest für den Bau auf der Ramp 1 wurde am 20. Juli gefeiert. Derzeit wird an der Fassade gearbeitet und kurzfristig mit dem Innenausbau begonnen. Die Gebäudehülle wird zum Ende des Jahres geschlossen. Im Sommer 2018 soll das Terminal fertiggestellt sein.

FBB

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