Alternative Anreise zum BER: Wird der Flughafen ans U-Bahn-Netz angeschlossen?

Der Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) ist für Reisende aus Berlin und Umgebung mit Bus, Auto und Regionalbahn komfortabel zu erreichen. Nun werden Überlegungen laut, mit denen die Anreise noch bequemer gestaltet werden soll. Derzeit ist eine Verlängerung der U7 im Gespräch, deren Ausbau in einer Kosten-Nutzen-Analyse diskutiert werden soll.

Die Reisesaison ist im vollen Gange und am Berliner Flughafen BER sind die Fluggesellschaften und das Bodenpersonal weiterhin damit beschäftigt, die Touristenmassen in den Griff zu bekommen. Trotz einiger Verbesserungs- und Optimierungsmaßnahmen haben sich die chaotischen Zustände sowie lange Wartezeiten verringert, aber von einem reibungslosen Ablauf kann nach wie vor keine Rede sein. Wie die verantwortliche Flughafenchefin Aletta von Massenbach im Gespräch mit der Berliner Morgenpost bekannt gab, gibt es jedoch zahlreiche Pläne, um die Situation vor Ort zukünftig besser planbar zu machen. Mit modernen CT-Scannern, die Flüssigkeiten und elektronische Geräte schon in der Tasche erkennen, würde viel Zeit bei der Sicherheitskontrolle gespart werden. Ebenfalls sollen weitere Self-Check-Ins möglich sein, um Abfertigungen zügiger voranzubringen.

Neben den Optimierungen im Inneren plant Berlin der Flughafen BER zudem weitere Projekte, um den Flughafen in ein besseres Licht zu rücken. Besonders interessant ist die Anbindung an das Berliner U-Bahnnetz. Eine Ausschreibung zur Prüfung der Kosten-Nutzen-Analyse wurde jüngst vorgenommen. Damit soll die Wirtschaftlichkeit auf alle Faktoren geprüft werden. Fällt die Entscheidung positiv aus, könnten Berliner in naher Zukunft mit der verlängerten U7 von Spandau bis zum BER ohne Umsteigen fahren.

Vorfahrt am T1 des Flughafens BER (Foto: geraldfriedrich2/pixabay.com)

Vorteile schaffen

Erstmals wurde die U7 im Jahr 1923 in Betrieb genommen. Sie gehört mit derzeit 40 Bahnhöfen zu der längsten U-Bahn-Strecke der Stadt und könnte durch den möglichen Ausbau noch ein paar weitere Kilometer dazu gewinnen. Hinter der Idee der potenziellen Anreisevereinfachung für Berliner aus dem Norden der Stadt steckt jedoch noch mehr. Es geht darum, den BER mit weiteren Vorteilen zu bestücken, die das Megaprojekt auf lange Sicht rechtfertigen und attraktiver gestalten. Die Schaffung von Arbeitsplätzen, Gewerbeansiedlungen und neue Optionen zur Wohnraumentwicklung gehen mit der Planung einher.

Die Herangehensweise ist keineswegs unüblich. Jedes Unternehmen muss versuchen, Produkte und Dienstleistungen durch Mehrwerte zu pushen. Ob es sich dabei um Treuekarten im Einzelhandel handelt oder Upgrades in eine bessere Flugklasse spielt keine Rolle. Es geht darum, den Kunden, Nutzern und Passagieren einen Vorteil zu verschaffen. Im Unterhaltungssegment bedienen sich Online-Casinos dieses Marketingkniffs regelmäßig, wie sich auf dieser Website entdecken lässt. Ob Willkommensbonus oder Freispiel: Der Reiz zur Nutzung muss durch einen vorteilhaften Mehrwert geschaffen werden. Selbst Loyality-Programme wie Payback folgen diesem Schema: Wer etwas bei angebundenen Partnern kauft, erhält wertvolle Punkte. Im Falle des BER und der Anbindung an die U7 sind die Ideen lediglich größer – und teurer.

Berliner U-Bahn (Foto: emkanicepic/pixabay.com)

Millionenbudget angedacht

Stolze 890 Millionen Euro beabsichtigt Berlin für den geplanten Bau auszugeben, wie in den Tageszeitungen zu lesen war. Schon im Oktober 2022 wurden erste Pläne bekannt. Der Weg von ersten Ideen zur derzeitigen Prüfung nahm mehr als ein halbes Jahr in Anspruch. Für Anwohner und Berliner könnten die weiteren Schritte zum Auftakt eines langen Planungs- und Bauprozesses werden. Bleibt zu hoffen, dass bei Freigabe des Projektes die Arbeiten deutlich kürzer ausfallen als beim Flughafen selbst.

BS/1y

Tags:

Add a Comment

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.